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TU Berlin

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Fragen zur Stipendienbewerbung für Europa

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Was ist ERASMUS+ ?

ERASMUS+ ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, das den Austausch von Studierenden, Dozierenden und Personal innerhalb des europäischen Raumes durch finanzielle und organisatorische Unterstützung erleichtern soll. Neben den EU-Mitgliedsstaaten sind am ERASMUS+ Programm auch Liechtenstein, Norwegen, Island, Türkei, Serbien, das Vereinigte Königreich und Nordmazedonien beteiligt.

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Wer kann sich für ERASMUS+ bewerben?

Das Erasmus+ Programm steht all denjenigen offen, die zum Zeitpunkt des Stipendienantritts und während des gesamten Auslandsaufenthaltes an der TU Berlin immatrikuliert sind (Studierendenaustausch), oder arbeiten (Austausch für Mitarbeitende). Bei Studiengängen in Kooperation mit anderen Universitäten muss die TU Berlin Ihre Hauptuniversität sein.

Staatsangehörige von Drittländern (außereuropäische Länder) sollten sich bitte rechtzeitig selbstständig um Visumsangelegenheiten kümmern!

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Was muss ich bei der zeitlichen Planung des Erasmus+ Studienaufenthalts bedenken?

Die Studierenden von Bachelor-Studiengängen müssen zu Beginn des Austauschaufenthaltes mindestens im 3. Fachsemester sein, um an einem ERASMUS+ Austausch teilzunehmen. Da ein Auslandsstudium relativ lange Vorlaufzeiten mit sich bringt, ist für einen Austausch ab dem 3. Fachsemester schon eine Bewerbung direkt nach Studienbeginn nötig, d. h. im Januar nach Studienaufnahme. Der Aufenthalt an der ausländischen Universität geht i.d.R. über den Zeitraum von einem Jahr, beginnend mit dem Wintersemester. Die Bewerbungsfrist hierfür liegt im Januar.

Für Teilnehmende an Doppelabschlussprogrammen gelten mitunter besondere Regelungen (welche Prüfungen bereits absolviert sein müssen usw.), die bei den zuständigen Hochschullehrenden bzw. auf deren Internetseiten zu erfahren sind.  

Mit vorbereitenden Sprachkursen (z.B. an der ZEMS oder SKB), die den Aufenthalt im Ausland erleichtern, kann nie früh genug begonnen werden.

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Kann ich auch zum Sommersemester mit dem Auslandsaufenthalt beginnen?

Zunächst sollten Sie überprüfen, ob die gewünschte Partnerhochschule ihren Lehrplan in einzelne Semester (statt in Studienjahre) einteilt. Ist dies der Fall, so können Austauschprogramme grundsätzlich auch für ein einzelnes Sommersemester genutzt werden.

Aufgrund der sprachlichen und kulturellen Eingewöhnungsphase ist der akademische Erfolg bei kurzen Auslandsaufenthalten jedoch meist geringer. Daher wird bei der Auswahl der Kandidat*innen insbesondere Wert auf solide Sprachkenntnisse und ein fundiertes Studienvorhaben gelegt. In den ERASMUS+ Verträgen ist üblicherweise der Auslandsaufenthalt für ein akademisches Jahr, beginnend zum Wintersemester, vorgesehen. Folglich werden die Plätze auch zum Wintersemester vergeben. Wer sich zum Sommersemester bewerben möchte, sollte sich daher ebenfalls bereits im Januar des Vorjahres dafür bewerben. Spätere Bewerbungen haben nur dann eine Chance, wenn nicht alle Plätze vergeben wurden. Hier ist die Bewerbungsfrist i.d.R. der 30. Juni.

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Für mein Studienfach gibt es kein Austauschprogramm mit der Universität, an die ich gerne möchte. Kann ich trotzdem dorthin?

Meist können Sie sich auch außerhalb des ERASMUS+ Programms, d. h. ohne Erasmus+ Stipendium als sogenannter Free-Mover an Ihrer Wunschuniversität bewerben. Die Hochschulen in Europa sind zu einem großen Teil öffentlich finanziert, daher werden vergleichsweise niedrige Studiengebühren verlangt (Ausnahme: England). Zur Finanzierung kann BAföG oder ein Bildungskredit beantragt werden. Ausländische Studiengebühren werden im Rahmen von Auslands-BAföG mit bis zu ca. 4600 € p.a. bezuschusst. Nähere Informationen unter: www.bafoeg.bmbf.de

Unter Umständen können auch fachfremde Austauschprogramme genutzt werden. Hierfür ist die Zustimmung der Partneruniversität sowie ggf. des verantwortlichen Hochschullehrenden erforderlich. Es wird eine überdurchschnittliche Qualifikation und ein fachlich begründetes Studien- bzw. Forschungsvorhaben erwartet.

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Wie läuft die Finanzierung?

Im Rahmen des Erasmus+ Programms werden Studiengebühren an der Gastuniversität vollständig erlassen. Manche Universitäten fordern eine geringe Verwaltungsgebühr für die Einschreibung. Während des Auslandsaufenthaltes ist es sinnvoll, sich an der TU Berlin zu beurlauben und eine Befreiung vom Semesterticket zu beantragen.
Mehr über die Lebenshaltungskosten erfahren Sie in den Erfahrungsberichten der ehemaligen Austauschstudierenden in der Infothek. Zusätzlich kann Auslands-BaföG beantragt werden (Achtung: Auch Studierende, die kein reguläres Bafög bekommen, haben eine Chance auf Auslands-BaföG!) und – falls nötig – auch ein Bildungskredit in Anspruch genommen werden.

Infos dazu unter www.bafoeg.bmbf.de und  www.dakaberlin.de.

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Wie stehen die Chancen, ein ERASMUS+ Stipendium zu bekommen?

Es gibt keine Garantie dafür, dass Sie nach einer ERASMUS+ Bewerbung auch einen Platz an einer Gasthochschule erhalten. Auch wer mit der Wahl der Gastuniversität auf aktuell gute Bedingungen achtet (an der Universität gibt es mehr freie Plätze als Bewerber*innen), kann nicht von einem Stipendium ausgehen. Insgesamt bekommen etwa zwei Drittel der Bewerber*innen ein ERASMUS+ Stipendium.

Um die Wettbewerbssituation abzuschätzen, die aktuellen Bewerbungstrends: Am härtesten umkämpft sind die Austauschprogramme für Wirtschaftswissen­schaftler*innen (Wi-Ing). 

Am leichtesten haben es Studierende der Studiengänge wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. Was die Wahl der Partneruniversität angeht, so zieht der Großteil der Bewerber*innen urbane Ballungsräume gegenüber kleinen Universitätsstädten vor. Beliebte Länder(-gruppen) sind Großbritannien, Spanien und Skandinavien. Für Frankreich, Italien, Portugal und Osteuropa ist die Bewerber*innensituation relativ entspannt.

 

 

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Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl der Bewerber*innen?

Ausschlaggebend ist der Gesamteindruck der Bewerber*innen. Dazu zählen:

  • Motivation
  • Studienleistungen
  • Sprachkenntnisse
  • Vorbereitung für den Auslandsaufenthalt, landeskundliche Kenntnisse
  • Außerfachliches Engagement
  • Botschafter*innenfunktion, persönliche Eignung

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Wie kann ich meine Chancen auf ein Stipendium verbessern?

Ihre Bewerbung sollte sorgfältig ausgearbeitet sein. Auch wenn viele Studierende nur ungern über die Planung ihrer Spezialisierung und späteren Karriere nachdenken, ist es im Rahmen der Bewerbung durchaus sinnvoll, den Zusammenhang zwischen dem Auslandsaufenthalt und längerfristigen Forschungs- und Karrierezielen deutlich zu machen.

Eine Mehrfachbewerbung mit bis zu drei Prioritäten bedeutet mehr Arbeit, die aber mit gesteigerten Chancen belohnt wird. Wird ein/e Kandidat*in für die erste Priorität nicht nominiert, nimmt seine/ihre Bewerbung am Auswahlverfahren der zweiten und ggf. dritten Priorität teil.

Da das Platzangebot im Vereinigten Königreich sehr begrenzt ist, sollten Studierende, die gerne auf Englisch studieren möchten, als Alternative auch Universitäten in Ländern wie Schweden, Norwegen, Finnland, den Niederlanden und Dänemark in Erwägung ziehen. Die Universitäten in diesen Ländern bieten meist einen Teil der Kurse auf Englisch an. Für Studierende Berliner Hochschulen ist es meist schwer vorstellbar, auf ein urbanes Lebensumfeld zu verzichten. Folglich verbessern sich die Chancen mit einer Bewerbung an eine Universität außerhalb der Ballungszentren. Neben verbesserten Chancen auf ein Stipendium wird an solchen Universitäten immer wieder die gute Betreuung sowie intensiver Kontakt zur Lokalbevölkerung gelobt. 

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Wie wähle ich meine Lehrveranstaltungen an der Gastuniversität aus?

Vorlesungsverzeichnisse der Partneruniversitäten finden Sie in der Infothek und im Internet. Eine Hilfestellung zur Kurswahl sind evtl. die Erfahrungsberichte der ehemaligen Austauschstudierenden, die in der Infothek erhältlich sind.
 
Als ERASMUS+ Student*in müssen Sie sich nicht an die Studienordnung der ausländischen Universität halten und können die Kurse entsprechend der Anforderungen der Studienordnung an der TU Berlin zumeist frei wählen.

Im Ausland ist das Studium üblicherweise in Undergraduate Studies (3-4 Jahre; zum Erwerb des Bachelor) und Graduate Studies (1-2 Jahre; zum Erwerb des Master) eingeteilt.

Für Bachelor- oder Masterstudierende der TU Berlin gilt: an der Partnerhochschule sollten Kurse gewählt werden, die ähnlich zu denen an der TU Berlin sind. Dabei sollte bedacht werden, wie sich die ausgewählten Kurse in das Studium an der TU Berlin einfügen können. Für eine problemlose spätere Anerkennung wird empfohlen, die Auswahl der Kurse mit den Prüfungsobmännern/ Prüfungsausschuss zu besprechen.

Für Master-Studierende gilt: Um Leistungen für das Studium anrechnen zu lassen, wird vom Prüfungsausschuss verlangt, dass an der ausländischen Universität Kurse im Graduate-Bereich belegt werden. Lehrveranstaltungen im Undergraduate-Bereich werden meist nur dann anerkannt, wenn sie für das dritte Studienjahr oder später vorgesehen sind.

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Was ist ein Learning Agreement?

Das Learning Agreement ist eine Vereinbarung zwischen dem/der TU-Austauschstudent*in, der TU Berlin und der Gasthochschule. Im Learning Agreement müssen Studierende vor Antritt ihres Auslandsstudiums die Kurse eintragen, die sie voraussichtlich an der Gasthochschule belegen werden (Tabelle A). Ebenso müssen sie angeben, welche dieser Kurse sie sich anerkennen lassen möchten (Tabelle B).

Diese (vorläufige) Kurswahl muss von Ihnen, Ihrer Gasthochschule und dem/der Prüfungsauschussvorsitzenden unterschrieben werden. Sie müssen selbstständig dafür sorgen, dass Sie alle Unterschriften einsammeln.

Bitte schicken Sie das von allen Seiten unterschriebene Learning Agreement vor Beginn Ihres Auslandsaufenthaltes an Nicole Schimko ().

Hier finden Sie das Merkblatt ERASMUS+ Learning Agreement.

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OLS Sprachttest (Online Linguistic Support)

Hier finden Sie alle Informationen zum OLS-Test (Online Linguistic Support):
FAQ OLS Test.

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Wie funktioniert die Anerkennung?

Die Anerkennung von Studienleistungen, die außerhalb der TU Berlin erbracht werden, erfolgt im Rahmen der Studienordnung des jeweiligen Studienganges. Üblicherweise können maximal 50% des Studiums im Ausland absolviert werden.

Um eine Anerkennung zu gewährleisten, müssen die Lehrveranstaltungen sowohl inhaltlich als auch vom Umfang her den Anforderungen der Studienordnung gerecht werden. Im Einzelfall entscheidet darüber der Prüfungsobmann. In Europa werden Studienleistungen üblicherweise in ECTS (Leistungspunkte) bemessen. Ein gängiger Umrechnungskurs liegt bei 3 ECTS = 2 SWS.

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Kann ich im Ausland einen Abschluss erwerben?

Im Rahmen von Doppelabschlussprogrammen: Ja; ansonsten nur auf Eigeninitiative. Im Rahmen des ERASMUS+ Austauschprogramm erfolgt im Allgemeinen die Einschreibung als „Gaststudent*in“. Als Gaststudent*in sind Sie nicht berechtigt, Studienabschlüsse zu erlangen. Ausnahmen sind jedoch manchmal möglich, insbesondere dann, wenn die Gasthochschule aufgrund von fachlicher Exzellenz ein besonderes Interesse daran hat, die/den Studierenden an sich zu binden.

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Wo finde ich die Formulare zur Stipendienbewerbung?

Alle benötigten Formulare stehen zum Download bereit: Formulare

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